»Begrüßen ist irgendwie schöner als Abschied nehmen. Und trotzdem steht der Abschied nun an.« Da sind sich die zwei Pastoralen Mitarbeitenden Jens Prior und Christine Thomes nach ihrer Zeit in unserer Gemeinde St. Lamberti einig.

Für unsere Homepage haben sich die beiden einigen Fragen gestellt und die Zeit hier resümiert.

 

Die Zeit war gefühlt gar nicht lang und trotzdem habt ihr einiges hier erlebt, was bleibt euch besonders im Gedächtnis?

Christine: Wie bunt diese Gemeinde hier ist. Durch die citypastoralen Projekte ist es nochmal so viel aufregender und ganz anders als ich mir es vorher vorgestellt habe muss ich ehrlich gestehen. Die Aktionen auf dem Kirchplatz vor der Kirche St. Lamberti sind da in jedem Fall Highlights. Aber ich erinnere mich auch gern an den Weltgebetstag der Frauen zurück. Frauen, die sich seit Jahren engagieren und so mit Herz dabei sind. Das hat mich total beeindruckt.

Jens: Dem kann ich mich nur anschließen. Gerade die vielfältigen Arbeitsbereiche bleiben mir in Erinnerung. Auch das Potential, das in dieser Gemeinde steckt fand ich sehr bemerkenswert. Ganz viele tolle Menschen, die in ganz unterschiedlichen Bereichen ihre Stärken haben, das hat auf jeden Fall Zukunft.

Aktuell läuft die Sommerlounge. Ihr seid beide dabei. Jens, du auch in der Koordination und Organisation. Ihr habt beide mal gesagt, wie gut euch das Projekt gefällt. Was macht es für euch aus?

Jens: Wir haben eine ganz vielseitige Runde an ehrenamtlich Engagierten zusammenbekommen. Einige haben wir angefragt, andere haben sich selbst gemeldet. Was sehr für das Projekt spricht, finde ich. Das läuft ja schon einige Jahre länger. Da sind einfach gute Leute dabei. Das schätze ich sehr.

Christine: Total! Das Feedback der Besucher und Besucherinnen ist auch super. Da habe ich wirklich auch schon so tolle Gespräche gehabt. Nicht alle waren nur blumig, aber total ehrlich und auf ihre Art schön. Dann die Sonne dazu. Ein bisschen Urlaubsfeeling bei der Arbeit.

Jens: Ja. Augen auf bei der Berufswahl *beide lachen* Schon gut, wenn die Vorbereitung auf die Arbeit durchaus auch damit zu tun hat, Sonnencreme zu benutzen.

Was waren sonst so eure Aufgaben? Was waren sonst eure Tätigkeiten?

Jens: Puh, da war so einiges.

Dann vielleicht deine Lieblingsaufgabe?

Jens: Viel Spaß haben mir die wöchentlichen Schulgottesdienste mit den beiden Grundschulen gemacht. Toll waren auch die Messdienerinnentreffen und die Verteilaktionen auf dem Kirchplatz, da man mit ganz unterschiedlichen Menschen ins Gespräch kommen konnte. Und deine, Christine?

Christine: Ich mag Aktionen mit Projektcharakter. An Heilig Abend vierundzwanzig.zwölf für und mit jungen Erwachsenen fand ich schön.

Ihr habt immer wieder gesagt, dass St. Lamberti ein besonderer Ort für euch ist. Woran macht ihr das fest?

Jens: Ich wohne auch auf Gemeindegebiet und habe tatsächlich ja die Perspektive als Ehrenamtlicher und nun nach der Zeit auch aus der hauptamtlichen Sicht. Wie bunt die Gemeinde ist, habe ich in der Ganzheit erst gesehen, als ich den Alltag im Büro mitbekommen habe.

Christine: Oh ja, die Vielfalt an Menschen mit den unterschiedlichen Anliegen ist manchmal gar nicht so sichtbar finde ich. Wirklich viel Alltagsbegleitung durch das Team im Pfarrbüro, nicht nur durch das Pastoralteam. Das ist schon beeindruckend.

Jens: Das finde ich auch. Viele verschiedene Menschen mit ganz unterschiedlichen Themen. Wie oft wir zusammen im Büro gesessen und gerade auch in der Anfangszeit darüber reflektiert haben. Das war und ist sehr spannend.

Christine: Eine Gemeinde mitten in der Stadt hat einfach total viel Potenzial und ich glaube hier wird das von ehrenamtlich und hauptamtlich Engagierten gesehen und genutzt. Das bot auch total viel Raum, um zu lernen, finde ich.

Jens: Da stimme ich dir zu. In der eigentlich so kurzen Zeit haben wir so viel sehen und lernen können – bestimmt geht das an anderen Orten auch, ich bin aber froh, dass wir hier zuschauen, lernen und mithelfen durften.

Was werdet ihr besonders vermissen?

Christine: Wie unkompliziert mit Ideen umgangen wird. Wenn wir Ideen hatten, hieß es meist: ja, probiert es aus. Das finde ich so unglaublich gut. Und das Miteinander im Pfarrbüro.

Jens: Ja, das werde ich auch vermissen. Die Atmosphäre im Büro war super angenehm. Man konnte sich an jeden wenden, wenn man mal Hilfe oder eine Rückmeldung brauchte.

Wie geht es für euch weiter? Wo verschlägt es euch hin?

Jens: Ich werde nun mein Masterstudium abschließen und, wenn alles gut geht, nach Erfurt gehen, um dort noch weiter zu studieren.

Christine: Für mich geht es erstmal in die Elternzeit. Ich bin gespannt was kommt und wo es dann weitergeht.

Gibt es noch irgendetwas, was ihr zum Schluss noch loswerden mögt?

Christine: Das ist der Moment wo man Eltern, Familie und Freunde grüßt, oder?

*beide lachen*

Jens: Ja, könnten wir machen. Soll ich anfangen und du ergänzt?

Christine: klingt gut!

Jens: Auf jede Fall ein großes Danke. Dass wir hier sein durften, auch zusammen als Pastorale Mitarbeitende, für die vielen Begegnungen, die Tatsache, dass wir die Aussicht vom St. Lamberti-Kirchturm genießen durften *beide lachen* und, dass wir uns ausprobieren konnten. Da lief sicher nicht immer alles nur rund, aber erste Erfahrungen sammeln war Gold wert und es hat super viel Spaß gemacht.

Christine: auf den Punkt gebracht. Danke für die schöne Zeit 🙂